Biographie von

Dimitris Sgouros

 

"Der beste Pianist, den ich jeweils gehört habe" - Arthur Rubinstein  
"Genie wie Dimitris Sgouros ist eine einmalige Jahrhunderterscheinung" - Claudio Abbado  
"Prädestiniert zu Grösse" - Yehudi Menuhin  
"Das Klavierwunder dieses Jahrhunderts" - die Zeitung "New York Times"  
"Ein Wunder, vom Gott geschaffen" - Mstislaw Rostropowitsch  
"Als der 13-jährige Grieche Dimitris Sgouros 1983 debütierte, verglich man ihn noch mit Mozart und ließ nur die Einschränkung zu, dass Sgouros eigentlich talentierter sei" - Die Welt  
"Ein Liszt-Spieler von hohem Rang und absoluter Kompetenz ist er ohne Frage" - Die Berliner Morgenpost  
   

Biography in English

Biographie en français

Βιογραφία του Δημήτρης Σγούρος

Biography in Chinese

 

Der weltberühmte, geniale Pianist ist 1969 in Athen geboren. Sechsjährig wird er als Wunderkind bezeichnet. Mit 13 absolviert er mit Goldmedaille die Athener Musikhochschule und danach mit Auszeichnung die Königliche Akademie für Musik in London. Seine internationalen Auftritte beginnen im Jahre 1981. Während seiner ersten Tournee in Amerika 1982 spielt der zwölfjährige Pianist im Carnegie Hall in New York mit dem Nationalen Symphonieorchester unter der Leitung von Mstislaw Rostropowitsch das dritte Konzert von Rachmaninov. Danach folgen einige Gastspiele in Amerika und zahlreiche Auftritte in allen grossen Musikzentren in Europa, Asien und Australien, und zwar mit berühmten Orchestern und Dirigenten wie Bernstein, Karajan, Masur, Mehta, Solti, Rostropowitsch, Jansons, Holliger.

Bereits im Teenageralter verfügte Sgouros über ein verblüffend großes Repertoire, trat weltweit auf; die Medien bejubelten ihn als Wunderkind und Jahrhundertgenie. 1990 bewältigte er beim eigens für ihn ins Leben gerufenen Sgouros Festival in Singapur an sechs Abenden zwölf verschiedene Klavierkonzerte.

Mit grossem Erfolg gastiert er 1994 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der musikalischen Leitung von Lorin Maazel. In seinem Repertoire hat der junge Musiker über 45 Klavierkonzerte (von Scarlatti bis Cage) und hunderte Solo- und Kammerwerke. Eine ganze Reihe von seinen Interpretationen sind auf Schallplatten von EMI aufgenommen.

Er ist Gast der renommiertesten Festivals wie Luzern, Lugano, Ravenna, Schwetzingen, Münchner Klaviersommer, Klavier-Festival Ruhr, Zelt-Musik-Festival Freiburg, Newport (Rhode Island), Ravinia, Maryland, Palm Beach, Prager Frühling, Budapester Frühling, Istanbul, Sakharov International, Menton, Radio France (Montpellier), Athen und Melbourne.

 

VITA (lang)

Als Arthur Rubinstein Dimitris Sgouros spielen sah, rief er „Ich danke Gott, dass er mich so lange leben lies, bis ich Sgouros Klavierspiel mit meinem eigenen Ohren erleben durfte. Er ist der beste Pianist, den ich je gehört habe, mich eingeschlossen.“ Dann nahm er seine goldenen Uhr ab und legte sie an Sgouros Handgelenk, als wolle er seine Fackel weiterreichen. Zwei Monate später starb er.

Als gefeierter Star in der klassischen Musikwelt spielte er in den grossen Konzerthallen dieser Welt unter anderem in der Carnegie Hall, Royal Festival Hall (London), Amsterdam Concertgebouw, sowie dem Opernhaus in Sydney. Er kollaborierte mit einigen der weltweit bekanntesten Dirigenten und Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, London Symphony, London Philharmonic, Santa Cecilia in Rom, Orchester des Bolschoi Theaters, Wiener Symphoniker, Orchestre National de France, Budapest Festival Orchestra, Washington National Symphony, NHK Radiosymphonie Japan, Sydney Symphony und Melbourne Symphony in Australien und vielen weiteren.

1969 in Athen, Griechenland geboren, begann seine Karriere als acht jähriges Wunderkind mit der Aufnahme am Athener Konservatorium. Am Ende seines Studiums war ihm jeder dort existierende Preis verliehen worden. Im Anschluss führte er sein Studium an der University of Maryland und der Royal Music Academy of London, welche er mit der höchsten Note abschloss, die bis dahin von der Academy vergeben wurde.

1982 gab Sgouros im Alter von 12 Jahren sein Debüt in der Carnegie Hall mit Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 3 und dem National Symphony Orchestra Washington D.C. unter dem Dirigat von Mstislav Rostropovich. Im selben Jahr debütierte er mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan mit Brahms 2. Klavierkonzert.

Sgouros nahm über ein Dutzend Alben auf mit Kompositionen für Solo-Klavier von Schumann, Brahms, Beethoven, Chopin, Liszt und Mozart. Darüber hinaus umfassen seine Einspielungen Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr.3 mit den Berliner Philharmonikern, Tschaikowskys 1. Klavierkonzert und die Konzertfantasie für Klavier und Orchester mit dem London Philharmonic Orchestra, sowie Liszts Konzert Nr. 2 mit dem Philharmonischen Orchester Slovenien und das 1. und 2. Klavierkonzert von Brahms mit dem Philharmonischen Orchester Sofia, um nur einige zu nennen.

Seine Kunstfertigkeit wurde ebenfalls in zwei DVD-Alben festgehalten, davon eines ein gefeiertes Solo-Rezital beim Montpellier Festival 2000 in Frankreich, das andere eine Live-Aufnahme von Beethovens 5. Klavierkonzert mit dem Bilkent Symphony Orchestra Ankara, Türkei, im April 2006.

Neben seiner Tätigkeit als Pianist wurde Sgouros als Dozent an die Universität von Athen, Toho Gakuen School of Music in Tokyo, Bilkent Universität in Ankara, die Southern Methodist University in Dallas, Texas und an das Neue Konservatorium in Thessaloniki eingeladen. Eine Vielzahl angesehener griechischer und internationaler Preise ehren ihn, wie der International Leonardo Da Vinci Award und der Melvin Jones Award. 1990 bewältigte er beim eigens für ihn ins Leben gerufenen Sgouros Festival in Singapur an sechs Abenden zwölf verschiedene Klavierkonzerte.

Dimitris Sgouros gilt als musikalisches Phänomen und „griechischer Mythos“ - sogar mit Mozart wurde er verglichen. Der grosse russische Dirigent Yevgeni Svetlanov bermerkte einmal: „Jeder von uns hätte gerne einen Sgouros in seiner Nähe.“ Im Mai 1995 wurde Sgouros zu einem Gala Rezital im St James' Palace in London eingeladen, wo er vor dem Königspaar von Schweden, dem Duke of Kent und über 300 weiteren angesehenen Gästen auftrat.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn im Jahr 2000 nach Ankara, wo er für das Eröffnungskonzert anlässlich der Einweihung des 4000 Sitze umfassenden Bilkent Odeon Theater eingeladen wurde. Zur 200-Jahrfeier der Gründung des Kremlin Museums wurde er 2005 nach Moskau gebeten und war 2008 Teil des starbesetzten Programms der Feierlichkeiten im Rahmen der Olympischen Spiele in Beijing. Auf seinen Tourneen reiste er unter anderem nach Rumänien, Südafrika und in die Ukraine. In der Saison 2015/16 ist er mit Brahms erstem Klavierkonzert und dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer auf Tournee mit Stationen in der Türkei, den Niederlanden, Ungarn und Spanien.

Auch ausserhalb der Musikwelt ist Sgouros eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Er verfügt über ein phänomenales Gedächtnis und vielseitige Interessen, beherrscht sechs Sprachen und studierte an der Athener Universität Mathematik sowie im Anschluss daran Spanische Literatur an der Universität von Madrid.

 

 

"Sgouros spielt mit technischen Befehl, reich Klavierklang, starken Rhythmus, Kraft und musikalische Autorität. Sie kommen nicht viel besser als dieses." - Harold C. Schonberg, Chefkritiker der "New York Times"

 
 

Saison-Sampler (Tschaikowski, Rachmaninow, Mozart)


 

15. Februar 2016

 

Festival Internacional de Música de Canarias

„Wie ich hier im Forum schon erwähnt habe, hatten wir Karten für das Konzert des Budapest Festival Orchestra im Rahmen des 32. Festival Internacional de Música de Canarias am 11.2.2016 in Santa Cruz...

Anschließend wurde das (Brahms) Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, opus 15 gespielt. Der Solist war Dimitris Sgouros. Es war perfekt gespielt, insbesondere der virtuose Teil, das bekannte Rondo, war beeindruckend... Als Zugabe spielte Dimitris Sgouros Córdoba aus den Chants d’Espagne von Isaac Albéniz.“

 

   

Auditorio de Tenerife "Adán Martín"   © Tino Armas


 

TICKETS BESTELLEN

 

 Montag, 15. Oktober 2012 — 20:00h 
 Kongresszentrum Konzerthaus, KARLSRUHE 
 
 Kartenverkauf: 
tickets @ nikolaus-spitzer.de ; Kartentelefon 07243 / 9390 - 21
 

 

 

Dimitris Sgouros - Deutschland Comeback mit den Mannheimer Philharmonikern

Mannheimer Morgen - Das Interview: Sgouros über seine Wunderkindzeit, sein Konzert in Mannheim - Oktober 2012

Große Kunst und Kunstfertigkeit in Mannheim!

Youtube - Stimmen der Konzertbesucher zum 1. Abo-Konzert 2012/13 - Mannheimer Philharmoniker

 

 

18. Oktober 2012 - Badische Neueste Nachrichten

Wenn das Schicksal eilig pocht

Standardrepertoire in frischer Interpretation: »Finest Classics« im Konzerthaus

[...] Solist für Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 war der griechische Pianist Dimitris Sgouros, der 1982 als Zwölfjähriger unter Karajan bei den Berliner Philharmonikern debütierte, 1986 bei den Schwetzinger Festspielen auftrat... Dirigent Videnoff hatte ihn unter etlichen Interpreten via Youtube ausgewählt. Eine ausgezeichnete Wahl, denn Sgouros haucht diesem Werk, dessen folkloristische Melodien oft verstaubt pathetisch wirken, Leben ein. Nicht nur, dass die virtuosen Oktavgänge und Arpeggien verblüffend locker wirkten - vor allem bestach seine feine Phrasierung und Artikulation. In den Dialogen mit den Holzbläsern etwa, in denen der Pianist deren Phrasen aufgreift, demonstriert er wie man es mit dezentem Rubato und feinen Anschlagsnuancen besser macht.

- Silke Blume


 

 

Mit elf Jahren spielte Sgouros als Solist in Mozarts Klavierkonzert KV 414 im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses mit dem Kammerorchester Karlsruhe

 

 

Sgouros mit Lorin Maazel

 


Hören Sie ARD-Nachtkonzert mit Dimitris Sgouros

Vom Rundfunk Berlin-Brandenburg

Dienstag, den 16.12.2008, 0:00-2:00 Uhr

NDR Kultur / RBB / WDR3 / HR2 / Bayern 4 / SWR2

>>> MP3 DOWNLOAD <<<

Sergej Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 3 d-moll, op. 30

23. April 1984, Haus des Rundfunks, Saal 1

Radio-Symphonie-Orchester Berlin
Solist: Dimitris Sgouros
Leitung: Jesús López Cobos

 


SWR2 Matinee : Akropolis Adé - Auf der Suche nach dem Land der Griechen

Sendungen vom 11. Januar 2009 & 8. Juni 2014

SWR2

Frédéric Chopin
Sonate für Klavier h-moll
Dimitris Sgouros (Klavier)
Schwetzinger Festspiele 1986

Eigenproduktion SWR


 Dimitris Sgouros im Gespräch (1998 WDR) 

 


Orchestre National de France und Dimitris Sgouros - 2013


   

 

Beethoven-Marathon - 2010

21.02.2010
Klassische Musik
Palast der Künste

 

Der im Februar 2008 veranstaltete, erste Marathon stellte das Lebenswerk von Tschaikowski mit riesigem Erfolg vor. Der ähnliche, spektakuläre Erfolg des Dvořák-Marathons im Jahre 2009 war keine Überraschung mehr. Iván Fischer wählte Ludwig van Beethoven, den beliebtesten Komponisten aller Zeiten zum Hauptdarsteller des Marathons im Jahre 2010.
 

Im Béla Bartók Nationalen Konzertsaal und im Festivaltheater werden insgesamt elf Konzerte von jeweils 45 Minuten veranstaltet. Die Konzerte für Symphonieorchester beginnen um 10:30 Uhr, 12:30 Uhr, 14:30 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr und 21 Uhr im Nationalen Konzertsaal, die Konzerte für Kammerorchester um 11:30 Uhr, 13:30 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr im Festivaltheater. Die Zeiteinteilung ermöglicht, dass der Besucher, der genug Lust (und Ausdauer) aufweist, sogar alle elf Konzerte erleben kann. Die Konzerte werden von kostenlosen Videovorführungen und einer Ausstellung aus dem Bonner Beethovenmuseum ergänzt.


An Werkstattgesprächen im Anschluss zu den Aufführungen werden prominente Gäste verschiedener Kunstrichtungen und andere Gäste am 3. Februar um 17:30 Uhr im klubartig eingerichteten Treppenraum des Palastes der Künste über das Programm mit der Leitung vom Gastgeber Gábor Fenyő reden. Die Werkstattgespräche sind öffentlich, der Eintritt ist unentgeltlich.

KONZERTE
Kartenpreise: 600 HUF/ Konzert, 4 Konzerte: 1800 HUF, 11 Konzerte: 5400 HUF 

17.00 Béla Bartók Nationaler Konzertsaal (Budapest)
König Stefan I.– Ouvertüre, op. 117
IV. (G-Dur) Klavierkonzert, op. 58
MÁV Symphonieorchester
Dirigent: Gábor Takács-Nagy
Mitwirkung: Dimitris Sgouros – Klavier

[Weiterer Informationen]
 

   

 


   

24.4.2009 - 25.4.2009

BBC–Symphony Orchestra London

Das „BBC–Symphony Orchestra London“ gibt unter ihrem Chefdirigenten, Jiri Belohlavek, zwei Konzerte im Athener Megaron Musikis:


Am 24.4. stehen auf dem Programm: „Die vier letzten Lieder“ von Richard Strauss mit der Sopranistin, Karita Mattila, Ausschnitte aus „Parsifal“ von Richard Wagner sowie die 9.Symphonie („Aus der Neuen Welt“) von Antonin Dvorak.

 

Am 25.4. stehen auf dem Programm: das 3.Klavierkonzert von L.v.Beethoven mit dem Pianisten, Dimitris Sgouros, „Four Sea Interludes“ von B.Britten sowie die 6.Symphonie von P.I.Tschaikowsky.


Musikalische Leitung: Jiri Belohlavek

Beginn: 20.30 Uhr
Eintritt: 16€ - 60€ (Studenten: 10€)
Info-Tel.: 210-7282333

 

   

 

(original Autogramm)

„Dimitris ist ein unbefangenes Wunderkind, fähig, mit zarten Fingern die Musik-Welt aus den Angeln zu heben.“

- Rostropowitsch

Sgouros mit Herbert von Karajan


 

 „Essential Liszt“ - 2011 EMI-Classics Doppel-CD (Dimitris Sgouros u.a.) 

Franz Liszt - 200. Geburtstag - Referenzaufnahmen

 

       

 

Franz Liszt war als Persönlichkeit, als Virtuose und Komponist eine der schillerndsten Erscheinungen der Musikgeschichte. Mit seinen hochvirtuosen Darbietungen und seinen ausdrucksreichen Kompositionen sprengte er die Grenzen der Klaviertechnik. Was Franz Liszt für die damalige Zeit war, ist heute der charismatische Ausnahmepianist Dimitris Sgouros. In der Welt der Klassik verkörpert er wie kein Zweiter die Faszination, die Musik auf Menschen ausübt. Treibende Kraft ist für Sgouros – wie einst für Liszt – die Musik selbst.

 
     

2. März 1982

Eine Jahrhundertbegabung

Der 12jährige Dimitris Sgouros erobert den Münchner Herkulessaal


Oktober 1982 - Hamburger Abendblatt


25. Mai 1983 - Hamburger Abendblatt


11. August 1983 - Hamburger Abendblatt


28. September 1983 - Neue Zürcher Zeitung

    Dimitris Sgouros und das Zürcher Kammerorchester

Der Vorruhm war enorm.  Dieser griechische Pianist Dimitris Sgouros ist jetzt vierzehn Jahre alt.  Schon als Zehnjaehriger gewann er an wichtigen Wettbewerben erste Preise.  Seither ist er international aufgetreten, auch mit Klavierkonzerten von Rachmaninow und Tschaikowsky.  Wichtige Figuren des internationalen Musiklebens bekunden Enthusiasmus.  Wie spielt nun dieser Juengling tatsaechlich Klavier?

Sein Zuercher Debut gab er mit Beethovens Ersten Klavierkonzert, dem in C-Dur (am 26. September im Grossen Tonhallesaal).  Ueber das Stadium des Wunderkindes ist er laengst hinaus.  Denn dazu ist sein Spiel allzu reflektiert, auch allzu raffiniert.  Er verbindet Weichheit mit Haerte, das pikant Zeichnerische mit dem abgerundet Klanghaften.  Seine Sforzato-Akzente sind glaesern-scharf, aber nie trocken oder bruesk.  Die Ritardani haben die Schwebung des ausgekluegelten Rubato, wirken aber nie schleppend oder spannungslos.  Sein Cantabile schliesslich kennt atmende Zaesuren, die aber nicht vom Tasteninstrument diktiert sind, sondern vom gestalterischen Willen des Pianisten.  Mehr als bloss wundersam war die formal gliedernde Gestaltung der Kadenz im ersten Satz:  das Verteilen von Helle und Schatten, von Schwere und Leichtigkeit, von Bewegung und Innehalten muss als bereits meisterlich bezeichnet werden.  Das Publikum liess sich von dem kraftvoll maennlichen Spiel hinreissen und spendete zu Recht begeisterten Applaus.  Mit Zugaben war der Pianist sehr freigebig.

Das Zuercher Kammerorchester assistierte unter seinem Dirigenten Edmond de Stoutz praesent, animiert und gab einzig im Schlusssatz dem gelegentlichen Draengen des Solisten etwas allzu bereitwillig nach.  Die Konkordanz blieb jedenfalls gewahrt.  Voellige innere Einheit herrschte zu Beginn des Abends in Beethovens Erster Sinfonie.  Es war eine aeusserst durchgestaltete Darstellung.  Die Blaeser, vor allem auch die Hoerner, blieben sorgsam integriert, in sich gerundet, doch als Farbwerte nie ueberstark hervortretend.  Zudem war es seine Umsetzung in richtigen Tempi.  Das erste Allegro erklang wirklich con brio.  Das Andante erbluehte voll cantabile.  Das Allegro molto e vivace des Menuetto ging ohne Verhetztheit ab.  Im Finale war der Uebergang vom Adagio zum Allegro makelfrei und durchaus energetisch erfuellt.  Ein rundweg geglueckter Abend zu Beginn der neuen Konzertsaison dieses Ensembles.

 

 


Oktober 1984 - Luzern

 

Dimitris Sgouros: Erwartungen übertroffen

Ein überragendes Erlebnis

 


25. Februar 1984 - Hamburger Abendblatt

 

Wunderknabe aus Piräus

Ein Bericht von Hans Christoph Worbs

 

    Mit sieben bekam er die ersten Klavierstunden. Jetzt, mit vierzehn, werden seine Konzerte in der ganzen Welt umjubelt. Heute abend gastiert Dimitris Sgouros zum zweitenmal in Hamburg.

Seit Wochen geistert sein Name durch die Zeitungen. Und dies natürllch erst recht, nachdem ihm der russische Cellist Mstislaw Rostropowitsch zu einem sensationellen Debüt in New Yorks Carnegie Hall verholfen und der große italienische Dirigent Claudio Abbado ihn als "Jahrhundertphänomen" gefeiert hatte. Die Rede ist von Dimitris Sgouros, dem vierzehnjährigen Wunderpianisten aus der griechischen Hafenstadt Piräus, der nach Auftritten in London, Zürich, Oslo, New York, in München, Berlin und Schwetzingen und Spätherbst zum erstenmal auch in Hamburg konzertierte.

Das Reizwort "Wunderkind", das sich bei solch frühen Erfolgen einstellt, läßt nur zu leicht an gnadenlosen Drill, an das Knicken einer noch zarten Pflanze denken. Doch von all dem kann bei Dimitris Sgouros nicht die Rede sein. Ohne Frage ist dieser Junge eine kleine Person, die weiß, was sie wül. Er ist ein Teenager, der daheim ein möglichst "normales" Gymnasiastenleben führt, der mit seinen Schulkameraden auf Partys geht oder sich für Computerspiele ("obwohl die ja idiotisch sind") begeistert.

Kometengleich am Kunsthimmel aufsteigende Wunderkinder wurden meist schon um ihre frühe Kindheit betrogen. Ein französischer Karikaturist des vorigen Jahrhunderts zeichnete bissig einen im Reagenzglas gezüchteten geigespielenden Embryo. Sicher waren solche Attacken damals nicht aus der Luft gegriffen. Doch der Pianist Dimitris Sgouros paßt nicht in solche Schablone. Der griechische Arzt-Sohn war schon sieben Jahre alt, als er den ersten Klavierunterricht bekam.

Nun freilich stand man angesichts seiner weiteren Entwicklung wie vor einem Rätsel. Neunjährig gewann Dimitris einen ersten Wettbewerb, zwölfjährig gab er im Athener Herodes-Attikus-Theater vor 5000 Zuhörern ein Benefizkonzert für die Erdbebenopfer seines Landes. Noch nicht ganz dreizehn Jahre alt, bestand er am Athener Konservatorium sem Abschlußexamen mit Auszeichnung. Und schlleßlich hatte er die Ehre, in Genf drei volle Stunden dem großen Artur Rubinstein vorspielen zu dürfen. "Du bist der beste Pianist, den ich je gehört habe, mich selbst eingeschlossen." So und nicht anders soll es damals aus dem Mund des charmanten Grandseigneurs gekommen sein.

Wenn nicht alles täuscht, steht Dimitris Sgouros am Beginn einer großen Karriere. Eine erste Schallplatte mit Johannes Brahms' "Paganini- Variationen" und Robert Schumanns "Symphonischen Etüden" kam kürzlich auf den Markt; eine zweite Platte mit Rachmaninows drittem Klavierkonzert, jenem von manchen Pianisten gefürchteten "Konzert für Elefanten", ist bereits "im Kasten".

Immer wieder sind es gerade die schweren Brocken klassischer und romantischer Klavierliteratur, deren Bewältigung den jungen Pianisten reizt. Ihre technischen Probleme braucht er jedenfalls nicht zu scheuen. Als wäre ihm alles wie im Schlaf zugefallen, als würde es ihn nicht die geringste Anstrengung kosten, so spielt Dimitris Sgouros Stücke von oft horrendem Schwierigkeitsgrad. Ja, das Bewußtsein, all dies perfekt zu beherrschen, läßt auch nicht den geringsten Anflug von Nervosität in ihm aufkommen. Lampenfieber scheint Dimitris nicht zu kennen: "Warum denn? Ich kann doch alles!"

Von Sololiteratur abgesehen, hat sich Dimitris Sgouros bisher nicht weniger als fünfunddreißig Klavierkonzerte erarbeitet. Im Kopf gespeichert, jederzeit abrufbereit, ist ein Repertoire, um das ihn manch ausgewachsener Pianist beneiden könnte. An ein Wunder grenzt sein einzigartiges visuelles Gedächtnis. Die paar Stunden eines Transatlantikflugs zum Beispiel genügten ihm, um eine Mozart-Partitur auswendig zu lernen.

Mag sein, daß Dimitris Sgouros fleißig an einer Legende mitstrickt, wenn er in Interviews seine Anstrengungen geflissentlich herunterspielt. Soll man es wirklich für bare Münze nehmen, daß er oft tagelang keine Taste anrührt und auch sonst nicht länger als ein bis eineinhalb Stunden am Klavier sitzt? Tatsächllch erarbeitet er sich selbst anspruchsvollste Werke in beispiellos kurzer Zeit. Oder um es konkret zu sagen: Für das Studium von Rachmaninows drittem Klavierkonzert waren nicht mehr als fünf bis sechs Tage vonnöten.

Dimitris Sgouros: ein vierzehnjähriger Pianist, dem die Konzertsäle in aller Welt offenstehen. Als er im Herbst in Hamburg mit Werken von Beethoven, Chopin und Schumann debütierte, nahm er mit seiner phänomenalen Technik auch die hartnäckigsten Skeptiker für sich ein. Sicher war manches auf die Dimension des bloß Technischen verkürzt. Noch reizt ihn - wie sollte es anders sein? - das rein Sportive des Klavierspiels. Der musikalische Reifeprozeß der kommenden Jahre dürfte hier manches ins rechte Lot bringen. Bleibt nur zu hoffen, daß dieser Prozeß nicht durch allzu große Betriebsamkeit gestört wird, daß sich Dimitris Sgouros' phänomenale Begabung in Ruhe entwickeln kann.

Nichts scheint ihm zu schwierig: Jungpianist Dimitris Sgouros.

 

 

 


27. Februar 1984 - Hamburger Abendblatt

„Verblüffend reif und perfekt....“

 


7. August 1984 - Hamburger Abendblatt


Dimitris Sgouros und die Wiener Symphoniker im Konzerthaus

 

Günther Ziesel im Gespräch mit dem Pianisten Dimitris Sgouros in Graz


Januar 1985 - Rhein-Zeitung (Koblenz)

„Am Ende weiss man nicht, was mehr frappierte, die geistige Reife dieses schlanken Jünglings oder dessen schier unerschöpfliche, fast möchte man sagen abnorme physische Kraft, mit der er die Staccati in die Tasten hämmert und Orkans entfesselt, die Gelenkigkeit seiner Finger in den perlenden Läufen und Arpeggien, die traumhaft präzise Griffsicherheit in den Prestissimo-Akkordballungen oder die erregenden skurrilen, pittoresken Phrasierungsfloskeln, mit denen Sgouros zusätzliche Emotionen freiwerden lässt.“


September 1985 - Hamburger Abendblatt

 


23. November 1987 - Hamburger Abendblatt


11. Februar 1988 - Hamburger Abendblatt


12. Februar 1988 - Hamburger Abendblatt


6. November 1989 - Hamburger Abendblatt

Zum Tode von Vladimir Horowitz & Nordische Delikatesse (Sgouros spielt Griegs Klavierkonzert)

>> PDF: Horowitz & Sgouros Hamburger Abendblatt

 


Sgouros und Jansons spielen Tschaikowsky in Berlin (1990)

http://www.berliner-philharmoniker.de/en/konzerte/calendar/programme-details/konzert/5042/termin/1990-03-13-20-00/

   

 


28 März 1990 - Hamburger Abendblatt


1. April 1992 - Südkurier

 

Musikalische Gemälde

Spät-Romantische Klaviermusik mit Dimitris Sgouros im Paulussaal (Freiburg)

„Er zieht nicht die lauten, die bravourösen, nach Effekten haschenden Töne vor, sondern die leisen, die nach Innen gehenden...“

    Zwölfjährig, gab der Grieche Dimitris Sgouros sein Konzertdebut in der berühmten Carnegie Hall in New York. Inzwischen ist er 22 Jahre alt und ein weltberühmter Pianist geworden. Trotz des Wirbels, der um seine Person gemacht wird, wirkt Sgouros auf der Bühne zurückhaltend, bescheiden.

Diese Charaktereigenschaft zeichnet auch seinen Vortragsstil aus. Wo andere Pianisten in die Tasten greifen, daß die Fetzen fliegen, übt Sgouros eine wohltuende Zurückhaltung aus. Er zieht nicht die lauten, die bravourösen, nach Effekten haschenden Töne vor, sondern die leisen, die nach Innen gehenden. Kein Show-Mensch, der sich im Zuspruch einer großen Menge badet, sondern einer, der seinen Eifer der Sache verschreibt, der er sich widmet, und das ist die Musik.

Ein Abend der zurückhaltenden Töne also. Zum Beispiel Robert Schumanns Fantasie C-Dur: Eine träumerische phantasievolle Musik, die Sgouros modelliert, als handele es sich um ein Lied ohne Worte. Unterlegt von raschen Begleitfiguren der linken Hand, so spielt er mit der Rechten weich und sensibel eine Melodie mit gesanglichen, langgezogenen Tönen. Dann ein kurzes Innehalten, langsamer Werden - einem Gedankenstrich vergleichbar. Und schon taucht ein neuer musikalischer „Gedanke“ auf: kräftiger, robuster angeschlagen. Indem er das zu Beginn angeschlagene Tempo dann wieder aufnimmt, läßt Sgouros den neuen „Gedanken“ schließlich in den „Anfangsgedanken“ einmünden, allerdings mit einer kleinen Veränderung, die ihm noch eine träumerische Note zu verleihen scheint.

In dieser Weise reiht der Pianist einen musikalischen „Gedanken“ an den anderen, formt er die von ihm vorgetragenen Kompositionen, als handele es sich um „musikalische Gedichte“. Dabei vermittelt Sgouros den Eindruck, daß es ihm nicht in erster Linie um eine Verdeutlichung, eine Klarstellung der musikalischen Faktur solcher „Klang-Gedichte“ gehe, sondern vor allem um den Ausdruck, den spezifischen Charakter, der sich in der Faktur mitteilt.

Zum Beispiel in Frédéric Chopins 24 Préludes: Da entstehen Charaktergemälde, die etwas Schwebendes, leichtfüßig Tänzerisches an sich haben. Oder solche, deren Charakter vor Energie fast zu platzen scheint, wenn der Pianist virtuos über die Tasten fährt.

Friedemann Otterbach

 

1992 - Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

Ein gereiftes Wunderkind

Dimitris Sgouros spielte in Essen (Klavier-Festival Ruhr)


10. Oktober 1994 - Schwäbische Zeitung

 

Musik ist eine ernste Sache

Klavierabend Dimitris Sgouros

„Auch wo üblicherweise Pianisten bereits in rasende Leidenschaft ausbrechen, über die ganze Klaviatur, in haspelnden Arpeggien und sperrigen Akkordballungen, bewahrt Sgouros die Ruhe... Sgouros bleibt Herr über seine Musik... Ganz ohne verschwitzte Virtuosität bringt Sgouros Beethovens „Appassionata“ an ihr Ziel. Musik, das legt Sgouros nahe, ist eine ernste Sache.“

 

11. Oktober 1994 - Südwest Presse

 

Chopins Sonate wie hingetupft

„Nun wirkte er als echter Klanggestalter: wie hingetupft die Arpeggien-Wolken, die hauchzart entfalteten, schattenhaften Klanggespinste der Tonsprache Chopins. Zum klaviertechnischen Höhepunkt aber wurden erwartungsgemäß die drei Teile aus dem „Gaspard de la nuit“ von Maurice Ravel. Daß der „Scarbo“ zu den schwierigsten Werken der Klavierliteratur zählt, war in der Wiedergabe von Dimitris Sgouros allerdings kaum zu bemerken: so selbstverständlich erklangen die rasenden Tonwiederholungen, so stupend war die Beherrschung der linken Hand, so klar verlief die melodische Linie. Sgouros spielte, mit einer beinahe mathematischen Präzision, vergleichbar vielleicht der Wiedergabe dieses Stückes, die Tzimon Barto im vergangenen Jahr im Einsteinsaal vorstellte.“

 


Ludwigsburger Schlossfestspiele


 

Amazon.com

Klavierkonzert 1/Klavierkonzert 3 [Doppel-CD]
von Sgouros/Simonov/Bp/Lpo (Künstler), Tschaikowsky/Rachmaninoff (Komponist)

Rezensentin/Rezensent: Konstantin Rudin - alle meine Rezensionen ansehen
Hervorragende Interpretation - Dramatik pur !, 27. Dez. 2005
 

Eine hervorragende Interpretation des dritten Klavierkonzertes von Rachmaninoff. Dimitris Sgouros versteht es glänzend, die grossen Spannungsbögen dieses Konzertes hervorzuheben. Der Durchführungsteil sowie die Kadenz des ersten Satzes vom dritten Klavierkonzert von Rachmaninoff lösen bei mir beim Zuhören regelmässig eine Gänsehaut aus! Eine ergreifendere und dramtischere Interpretaion habe ich bisher noch nicht gehört. Sgouros spielt hierbei die schwierigere akkordische Kadenz von Rachmaninoff, welche der Komponist aus mir unverständlichen Gründen - falsche Bescheidenheit ? - zu seinen Lebzeiten leider in öffentlichen Aufführungen gemieden hat. Das Gespann Sgouros - Simonov versteht es hervorragend, die düstere Weltuntergangsstimmung in diesem Konzert dem Zuhörer zu vermitteln. Es gibt gewiss Aufnahmen dieses Konzertes, welche in gewissen Details transparenter und differenzierter interpretiert werden. Aber mit Ausnahme der hervorragenden Aufnahme von Zoltan Kocsis, welcher leider die kürzere Kadenz im ersten Satz spielt, kenne ich keine Aufnahme dieses Konzertes, welche die grossen Linien und Spannungsbögen dieses Werkes dermassen hervorragend zum Ausdruck bringt und damit den Zuhörer in den Bann zu ziehen vermag.

Lobenswert sind bei dieser Aufnahme auch die Wahl der Tempi, welche sich ganz an die Vorgaben von Rachmaninoff halten.
Eine packende Interpreation des dritten Klavierkonzertes von Rachmaninoff, welche - hoffentlich - bald wieder neu aufgelegt werden sollte !

Neben der Aufnahme von Zoltan Kocsis wohl die beste Einspielung auf dem Markt für das dritte Klavierkonzert von Rachmaninoff.

 

       


Brahms Klavierkonzerte 1 & 2
von Sgouros/Tabakov/Sofia PO

Von Musicdreams (Heidelberg)     alle meine Rezensionen ansehen

5.0 von 5 Sternen   Wiedersehen mit einem der ganz Großen !, 19. Oktober 2007


Ich war mehr als überrascht, als ich diese CD bei Amazon entdeckte. Dimitris Sgouros mit den 2 Klavierkonzerten von J.Brahms. Es wurden alte Erinnerungen wach, Erinnerungen an ein junges Genie, das mit 12 Jahren Rach.3.Klavierkonzert in der Carnegie-Hall spielte, was der Beginn einer Weltkarriere bedeutete, die 7 Jahre dauerte und dann ein abruptes Ende fand, als Sgouros sich nach Athen zurückzog. Umso gespannter war ich auf diese Aufnahme, die 2005 gemacht wurde. Und ich wurde nicht enttäuscht ! Geblieben ist Sgouros unerschüttlicher Instinkt für Musik, gepaart mit einer superben Technik, mit Hilfe derer er musikalisch alles umzusetzen vermag. Sgouros spielt einen wunderbar gesanglichen Brahms, ohne dabei ins Uferlose abzutauchen. Sein legato-Spiel ohne Pedal ist wunderbar, absolut Weltklasse. Ein Traum ist der 2.Satz des 1.Klavierkonzertes, indem Sgouros seine ganze Musikalität zeigt und man als Zuhörer für einige Momente völlig abzutauchen vermag. Das Sofia Philharmonic Orchestra ist zwar nicht das Chicago-Orchestra, jedoch spielen die Musiker sehr musikalisch, so dass deren Klang mit Sgouros Auffassung perfekt harmoniert. Es ist ein Jammer, dass diese hochkarätige Aufnahme so wenig Beachtung findet und ein Schattendasein unter den Klavierkonzert-Aufnahmen von J.Brahms führt. Klare Kaufempfehlung !

 

 

Gewandhausorchester zusammen mit dem Pianisten Dimitris Sgouros

   

Sgouros und Kurt Masur proben und spielen Brahms (Klavierkonzert Nr. 2) im Gewandhaus zu Leipzig

Südländisches Temperament im Gewandhauskonzert

Faszinierender Sgouros

Gewandhausorchester zusammen mit dem Pianisten Dimitris Sgouros

1991 - Leipziger Volkszeitung

Nun war er endlich auch im Gewandhauskonzert zu erleben, der griechische Wunderknabe Dimitris Sgouros. Schon als Zwölfjähriger hatte der 1969 geborene Pianist mit Rachmaninows 3. Klavierkonzert die New Yorker fasziniert. Und inzwischen ist er, der sechs Sprachen spricht, noch in Athen Mathematik studiert, mit einem Riesenrepertoire von einigen Dutzend Klavierkonzerten in allen großen Musikzentren der Welt gefragter Solist.

Als ich 1988 das Glück hatte, ihn in Athen erstmals im Konzert zu hören, war ich von seinem Spiel begeistert. Und war dennoch im Zweifel, ob nicht die mit südländischem Temperament bekundete Begeisterung seiner Landsleute, die alles überflutende Euphorie im kolossalen Odeion Herodes Atticus meinen Eindruck stärker bestimmt hatte als Sgouros' Gestaltungskunst. Die Zweifel erscheinen mir unberechtigt. Wie er jetzt in Leipzig Johannes Brahms' B-Dur-Klavierkonzert musizierte, war bestechend.

Natürlich verfügt Dimitris Sgouros über die technische Perfektion und die Kraft, den schwergriffigen Klaviersatz von Brahms volltönend auszuspielen und sich damit gegenüber dem Orchester zu behaupten. (Immerhin prägte ja der Wiener Musikkritiker Hanslick das Wort von der „Symphonie mit obligatem Klavier“.) Aber daß Sgouros dies ohne äußerliche Virtuosenattitüde, ohne artistische Zur-Schau-Stellung leistete und statt dessen den Eindruck erweckte, er spiele das simpelste Klavierstück, dies überraschte denn doch. Und wie er den Flügel klingen ließ, mit welcher Leichtigkeit er etwa den Schlußsatz begann, wie zart und sensibel er Strukturen, die bei anderen Interpreten oft nur kompakt wirken, in vielschichtige Klangbänder auflöste, darüber durfte man zu Recht in Entzücken geraten. Die Leipziger Hörer steigerten sich denn auch in hierzulande ungewöhnliche Ovationen. Sie galten verdientermaßen auch Kurt Masur und dem Gewandhausorchester, die Sgouros die angedeutete nuancierte Entfaltung ermöglichten, andererseits aber in den Soll (vornan Michael Sanderling mit dem exponierten Violoncello-Part im Andante-Satz) und in den sinfonischen Abschnitten fesselnd aufspielten.

Nach der Pause folgte Beethovens 8. Sinfonie - von Masur als spannungskonflikt - und energiepralles Werk interpretiert, in einer Art, die Gedanken an die dem Werk oft etikettierte Heiterkeit; Leichtigkeit, ja Untergewichtigkeit kaum aufkommen ließen. Und die Musiker spielten in optimaler Übereinstimmung mit ihrem Chef nervig und intensiv in jeder musikalischen Geste.

Udo Klement


Begeisterter Beifall in Frankfurt

   

 

Prokofjew Klavierkonzert Nr.3 - Sgouros und Eliahu Inbal mit dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt in der Alten Oper

 


Tschaikowsky Konzert-Fantasie op.56 - Sgouros mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Salvatore Accardo in der Hamburger Musikhalle

 

Musikkritiker Joachim Kaiser in Hamburg

 

 „Er besitzt vielmehr einiges Temperament, unerschütterliche Treffsicherheit und ein verblüffendes Gedächtnis...“  - Joachim Kaiser (Grosse Pianisten in unserer Zeit)

 

Hören Sie nun die Aufzeichnung vom 8. November 1991 in der Laeiszhalle Hamburg

 

 

 

„Dimitris Sgouros, Radu Lupu und Martha Argerich

 

Abendgesellschaft.... mit deutschen Musikkritikern

 


 Dimitris Sgouros - Klavierrezital in München (Gasteig-Kulturzentrum) 

Mit Werken von Busoni, Balakirew, Chopin, Scriabin, Schulz-Evler, Rachmaninow, Liszt, de Falla

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VIDEO: Sgouros in München

Sensationelles Video in bester Qualität - direkt aus der Philharmonie München (Dauer: 67 Minuten)



Dimitris Sgouros spielt Chopin und Liszt

ZDF Theaterkanal, 2004


 Dimitris Sgouros - Der jüngste Romantiker - ein Film von François Reichenbach 

 


Hommage zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin

 


DIMITRIS SGOUROS - Steinway & Sons 150 Years Commemorative Double CD Album

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums 2003 von "Steinway & Sons"

Patron: Vladimir Ashkenazy

Wir danken unseren Sponsoren und Förderern - BMW, Hellenic Bank, Steinway & Sons, usw.

"It gives me great pleasure to commemorate this significant milestone..."

( Henry Z. Steinway )

 


   

Sgouros mit seinem Porsche auf einer Autobahn in Deutschland unterwegs

Vor der Tonhalle Düsseldorf

 

  

Sgouros mit Bundespräsident Richard von Weizsäcker

Ein Höhepunkt in 2000 war sein Auftritt mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 als Solist der Salzburger Kammerphilharmonie unter Yoon K. Lee

 

 

Besuch auf der Automesse Frankfurt 2007

 

 Sgouros' Lieblings-Schallplatten! 

  

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